Jahresthema - DHB Landesverband Westfalen

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Jahresthema
Fit in das Frühjahr

Baguettes mit Avocado, Feta und schwarzem Sesam
2 Avocados halbieren, entsteinen und das Fruchtfleisch mit einer Gabel  zerdrücken. 120 g Feta zerbröckeln. Die Avocado-Masse auf etwa 12 gerösteten Baguette-Scheiben verteilen, mit dem Feta,
2 TL schwarzem Sesam und groben Meersalz würzen.
  
Bärlauch-Pesto
150 g Bärlauch, 60 g Haselnüsse, 60 g Bergkäse, 200 g Olivenöl, 1 TL Salz, Saft einer halben Zitrone
Bärlauch abbrausen, trocken schütteln, putzen. Haselmüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten. Käse, Haselnüsse und Bärlauch in den Mixtopf füllen ca. 10 Sekunden mixen. Öl, Salz und Zitronensaft hinzufügen und nochmals kurz durchmixen. Pesto in Gläser füllen und kühllagern.
  
Müsli ohne Getreide (2 Gläser á 500 ml)
250 g gemischte Nüsse, 80 g Sonnenblumenkerne, 200 g gemischte Trockenfrüchte, 60 g Leinsamen geschrotet, 20 g Amarant  gepoppt, 60 g Kokosraspel, 70 g Honig
Nüse mit einem scharfen Messer oder im Mixer grob hacken. Zusammen mit den Sonnenblumenkernen in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie aromatisch duften. Vom Herd nehmen.
Die Trockenfrüchte fein würfeln und dazugeben. Den Leinsamen, den Amarant, die Kokosraspeln und den Honig ebenfalls zufügen und alles verrühren. Gut abkühlen lassen und zum Aufbewahren in ein Glas füllen.
 
Bananen-Orangen-Smoothie  ( 4 Personen)
8 bis 10 Orangen oder 600 ml Orangensaft, 1 Banane, 3 EL Honig, 4 EL blütenzarte  Köllnflocken,
200 ml Milch
Alles zusammen mixen – fertig!!



Esskultur pur – Last oder Lust?

Die Zukunft auf den Tisch
Was und wie essen wir (über)morgen…und wie werden unsere Nahrungsmittel erzeugt und verarbeitet?
 
Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen lud Akteure und Vertreter von Verbänden mit professionellem Bezug zum Themengebiet Ernährung und Landwirtschaft zu einer Tagung ein. Ernährungsexperten, Unternehmer und Wissenschaftler stellten neueste Erkenntnisse zur Zukunft unserer Ernährung mit Blick auf Deutschland aber auch die globale Entwicklung vor und diskutierten mit den 150 Teilnehmern. Der DHB war mit insgesamt 6 Teilnehmerinnen aus den Landesverbänden Rheinland und Westfalen vertreten.
 
Die Einstellung zu unseren Nahrungsmitteln und das Essverhalten haben sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert. Die Außer-Haus-Verpflegung ist für viele Erwerbstätige schon alltäglich und das Essen und Trinken to go kann man jeden Tag unterwegs live erleben.
Im Gegensatz zu früher essen wir etwas anderes, und wir essen es anders – angepasst an unseren Lebensstil.
Zu Beginn der Veranstaltung gaben Dr. Waltraud Ruland und Karin Quinckhardt, Mitarbeiterinnen der Landwirtschaftskammer NRW, einen Überblick über Produktion von Nahrungsmitteln und die aktuellen Ernährungsgewohnheiten in Deutschland.
Die Ergebnisse der Nestle-Studien von 2009 und 2011 zeigen: Wir essen auswärts und bevorzugt abends, 41% der in Vollzeit beschäftigten Frauen kochen nicht mehr selbst. Essen ist Nebensache und unstrukturiert. Jeder Dritte beschäftigt sich mit anderen Dingen während des Essens, jedoch wünschen sich 67 % der Befragten mehr Ruhe beim Essen.
 
Weniger Bewegung, veränderte Erwerbs- und Familienverhältnisse prägen unser Essverhalten.
Die Menge der Nahrungsmittel die wir täglich zu uns nehmen hat sich zwar in den letzten 100 Jahren mehr als halbiert, die Zusammensetzung jedoch grundlegend geändert. Wir essen heute deutlich weniger Kartoffeln und Milch, dafür mehr Fleisch, Obst und Gemüse. Lag der Verzehr von Fleisch im Jahr 1950 noch bei etwa 26 kg pro Person und Jahr, sind es heute schon etwa 60 kg. Die ständige Verfügbarkeit von Lebensmitteln aus aller Welt und der mit 13,8 % sehr niedrige Anteil der Ausgaben für Lebensmittel in den Privathaushalten trägt dazu bei, dass zu viel eingekauft wird und viele Lebensmittel, trotz langer Haltbarkeit auf dem Müll landen.
 
Die Produzenten von Lebensmitteln stellen sich auf die Verzehrgewohnheiten ein. Die landwirtschaftlichen Betriebe werden größer und arbeiten effizienter. Die Getreideerträge pro Hektar Ackerland sind von 3 Tonnen auf 8,3 Tonnen angestiegen. Die Milchleistung pro Kuh hat sich seit 1950 verdreifacht. Die Auswirkungen der Produktionsbedingungen auf die Umwelt und der Ressourcenverbrauch der Landwirtschaft wird inzwischen von vielen Seiten hinterfragt.
 
In den Medienberichten entsteht der Eindruck, dass viele Menschen in Deutschland alternative Ernährungsformen wählen. Die Praxis zeigt jedoch, dass nur 3,7% der Deutschen ganz auf Fleischkonsum verzichten, 1 % der Bevölkerung lebt vegan und verzehrt überhaupt keine tierischen Lebensmittel. 11,6 % verzehren bewusst wenig Fleisch und weitere 9,5 % haben die Absicht ihren Fleischkonsum zu reduzieren.
Ähnlich ist es bei der Berichterstattung über Laktose- und Glutenunverträglichkeit. Untersuchungen haben ergeben, dass 80 % der Menschen, die auf laktosefreie Produkte zurückgreifen keine Unverträglichkeit haben und von Glutenunverträglichkeit ist weniger als 1% der Bevölkerung betroffen.
 
Einen Blick auf die Welternährungssituation warf Prof. Guido Ritter von der Fachhochschule Münster. Gesucht werden Proteinquellen, um die wachsende Weltbevölkerung ausreichend zu versorgen. Als ein Beispiel stellte Prof. Ritter Insekten als Nahrungs- oder Futtermittel vor. Mitgebrachte Kostproben von frittierten Grillen und Engerlingen fanden nicht den Zuspruch aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die „Mutigen“, welche die angebotenen Insekten verkosteten, fanden diese jedoch durchaus lecker. Diese Form der Eiweißversorgung ist jedoch nicht für die deutsche Küche gedacht. Sie soll vor allem als Eiweißquelle in den asiatischen Ländern und als Futtermittel für Nutztiere etabliert werden. Einige Fragen zur Sicherheit dieser Energiequellen sind jedoch noch offen.
 
Christian Schindler, ein Blogger aus Berlin, präsentierte 10 Thesen zur Ernährung der Zukunft. Sein Fazit: Essen wird zur Weltanschauung, wir wollen durch die Wahl unseres Essens die Welt verändern.
 
Diplomingenieur Volkmar Keuter vom Fraunhofer Institut in Duisburg befasst sich im Rahmen des Projektes inFARMING mit der Nutzung von großen Dachflächen für die Nahrungsmittelproduktion. In großen Städten könnten so die Bewohner mit einheimischem Gemüse versorgt werden. Keuter stellte einige dieser Projekte vor.
Dass auch die Landwirte selbst innovative Projekte entwickeln, zeigte Manfred Fockenbrock, der die Milch seiner 85 Kühe ausschließlich in seiner eigenen Hofmolkerei verarbeitet und sich dabei auch von Verbrauchern über die Schulter schauen lässt.
Jutta Kuhles, Moderatorin der Veranstaltung und selbst Landwirtin, stellte abschließend fest, dass die Veranstaltung ein toller Auftakt für das Thema Ernährung in der Zukunft war und dass die Landwirtschaft sich auf die Gegebenheiten und Wünsche der Verbraucher einstellen wird.
 
Elke Wieczorek
 
Zum Schluss noch eine Buchempfehlung für alle die sich für das Thema „Ernährung in der Zukunft“ interessieren. Im Buch „Harte Kost“ werden zukunftsfähige Lösungen für die Ernährung der Weltbevölkerung, die bis zum Jahr 2050 auf 10 Millionen Menschen anwachsen wird, vorgestellt.
Valentin Thurn, Stefan Kreutzberger: „Harte Kost“, Ludwig Verlag, ISBN 978-3-453-28063-2.


Fitmacher am frühen Morgen

Den perfekten Start in den Tag mit Milch & Co.
„Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler.“ In diesem alten Sprichwort liegt viel Wahrheit. Denn das Frühstück füllt die in der Nacht verbrauchten Energiereserven wieder auf und ist daher maßgeblich für eine optimale Leistungsfähigkeit am Tag. Ernährungswissenschaftler empfehlen, dass Frühstück und Vormittagssnack zusammen ein Drittel des Tagesbedarfs an Energie und Nährstoffen liefern sollte.

Frühstücks-Traumpaar „Milch und Getreide“
Milch und Getreideprodukte ergänzen sich beim Frühstück in idealer Weise. Zusammen liefern sie gut verfügbare Energie in Form von Kohlenhydraten und leicht verdaulichem Fett. Das Energieniveau steigt hierbei langsam an und kann über einen längeren Zeitraum auf einer stabilen Höhe gehalten werden. Ein unerwünscht rascher und hoher Anstieg des Blutzuckers wird so verhindert. Des Weiteren wird das hochwertige Eiweiß der Milch durch das Getreideeiweiß in seiner positiven Eigenschaft noch einmal verstärkt. Zuletzt bringt Milch Vitamine und Mineralstoffe ein, die im
Getreide weniger enthalten sind, und umgekehrt. Also alles im allen starke Argumente für dieses Duo. Kommt dann zu den beiden Lebensmittelgruppen Obst und/oder Gemüse noch hinzu, ist der morgendliche Nährstoffcocktail perfekt.

Deutsche Frühstückstradition empfehlenswert
Das gute, alte Butterbrot wird heute oft belächelt. Zu Unrecht, kann es doch in seiner Einfachheit alle Erfordernisse eines gesunden Frühstücks mit Milch und Getreide erfüllen. Eine große Auswahl an Brot- und Brötchensorte (idealerweise auf Vollkornbasis) ist mit einer noch größeren Fülle an
Käsevariationen zu kombinieren. Hier lohnt es sich, die Käsetheke zu durchforsten und mal ganz neue Käsekreationen für sich zu entdecken. Obststücke und Gemüserohkost bereichern auch die „Stulle“ mit Frische und appetitanregender Vielfältigkeit.

Mit Müsli sind der morgendlichen Kreativität keine Grenzen gesetzt
In keiner anderen Frühstücksvariante ist die Kombination „Milch und Getreide“ so selbstverständlich wie im Müsli. Für dieses „Fitmacher-Frühstück“ stellen Milch, Joghurt oder Quark mit den verschiedensten Getreideflocken und Cornflakes sich ideal ergänzende Zutaten dar. Komplettiert
wird es dann durch frische und getrocknete Früchte sowie Nüsse und Kerne. Bei den drei zuletzt Genannten gilt es jedoch etwas sparsamer zuzugreifen. Denn sie bringen nicht nur Nährstoffe in geballter Form mit sich, sondern aufgrund ihres hohen Zucker- bzw. Fettgehaltes auch reichliche
Kalorien.

Tipps rund um das Müsli
Selbst zubereitetes Müsli hat den Vorteil, dass man seine Zutaten selbst wählen und variieren kann und man weiß, was es enthält. Ist morgens wenig Zeit lassen sich alle trockenen Bestandteile wie Getreideflocken, Nüsse und Trockenfrüchte vorab in einem großen Einmachglas schon
zusammenmixen. Die Trockenzutaten mit Früchte und Joghurt abwechselnd in einem Glas geschichtet, macht auch optisch etwas her und ist auf jedem gedeckten Frühstückstisch ein Hingucker.

Morgens bringen Sie keinen Bissen runter?
Frühstücksmuffel brauchen nicht zu verzagen. Es gibt gar nicht so wenige Frühstücksideen, die auch ohne großen Appetit Energie für Höchstleistungen bieten – mit Milch und Milchprodukten ist nichts einfacher als das. So zum Beispiel schmeckt in der Sommerzeit ein Buttermilchmix mit einem
Fruchtsaft seiner Wahl köstlich. Auch andere Milchmixgetränke oder Smoothies mit Milchprodukten sind leicht und in vielen Variationen anzurichten. Und der klassische Wachmacher Kaffee als Latte macchiato oder Milchkaffee genossen, ist immer noch besser als nüchtern aus dem Haus zu gehen. Im letzteren Fall sollte dann im Laufe des Vormittags eine etwas ausgiebigere Zwischenmahlzeit gegessen werden.


Hafer – Der Allrounder in der modernen Ernährung
 
Lebensmittel aus Hafer leisten einen wertvollen Beitrag zur Ernährung und Gesundheitsförderung in verschiedenen Lebensphasen und Lebenssituationen. Neben der Zufuhr von ernährungsphysiologisch wichtigen Nährstoffen können die vielfältigen Hafererzeugnisse geschmacklich abwechslungsreich im Alltag eingesetzt werden.
 
Wie wird Hafer verarbeitet?
Nach der Ernte ist das Haferkorn noch von der Spelze umschlossen. Die Spelze ist für den Menschen nicht verzehrbar, sie wird daher in einer Haferschälmühle entfernt. Nach Darren (Wärmebehandlung), Dämpfen und Trocknen der Haferkerne folgt die Weiterverarbeitung. Hervorzuheben ist, dass fast alle Haferprodukte, und vor allem die bekannten Haferflocken, aus dem vollen Korn sind – sie enthalten inneren Mehlkörper, Randschichten (Frucht- und Samenschale) und Keimling und somit alle wichtigen Nährstoffe.
Für die kernigen Haferflocken (Großblattflocken) wird der ganze Haferkern zu Flocken ausgewalzt. Für die zarten Haferflocken (Kleinblattflocken) wird der ganze Haferkern zunächst in kleine Stücke geschnitten, die man Grütze nennt. Anschließend werden die kleinen Stücke zu Flocken ausgewalzt. Hafergrütze wird ebenfalls als eigenständiges Produkt verkauft.
Darüber hinaus gibt es lösliche Haferflocken. Diese werden aus Hafermehl über ein besonderes Verfahren zu hauchdünnen Flocken gewalzt, die sich in Flüssigkeit auflösen. Haferkleie besteht größtenteils aus den besonders nährstoffreichen Randschichten und dem Keim des Haferkerns. Daher ist ihr Nährwert höher, der Ballaststoffgehalt liegt zum Beispiel je nach Produkt 40 bis 80 Prozent über dem von Haferflocken. Haferkleie wird in Form von Grieß (grob gemahlen) und von löslichen Flocken angeboten. Weitere Produkte sind Hafermehl, knusprige Hafercerealien sowie der Haferdrink. Er ist geeignet für Menschen, die Kuhmilch nicht vertragen, die weniger tierische Lebensmittel verzehren oder sich ganz vegan ernähren möchten.
 
Warum ist Hafer so wertvoll?
Hafer enthält Nährstoffe, die die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit sowie Stoffwechselprozesse unterstützen und den Cholesterinspiegel harmonisieren und sogar senken können.
Die komplexen Kohlenhydrate im Hafer werden langsam aufgespalten, so dass der Blutzuckerspiegel langsam und kontinuierlich ansteigt, was Sättigung und Leistungsfähigkeit erhöht. Hafer ist eines der ballaststoffreichsten Getreide. Die unkomplizierte Verwendung von Haferflocken kann die – in der Bevölkerung zu niedrige – Ballaststoffzufuhr erleichtern. Das Eiweiß im Hafer hat eine hohe biologische Wertigkeit, die durch Kombination mit tierischem Eiweiß (Milchprodukt) ergänzt wird. Das Fett im Hafer besteht zu 76 % aus wertvollen ungesättigten Fettsäuren, vor allem Linolsäure und Ölsäure, die regulierend auf Cholesterin- und Blutfettspiegel wirken. Bei Vitaminen und Mineralstoffen sind Haferflocken reich an Vitamin B1, Folsäure, Biotin und Vitamin K sowie an Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Kupfer und Mangan. Das frische Obst und die Milchprodukte, mit denen Haferflocken häufig gemischt werden, liefern zusätzlich Vitamin C bzw. Calcium!
 
Hafer – der natürliche Cholesterinregulierer
Wissenschaftlich anerkannt ist, dass der lösliche Ballaststoff Hafer-Beta-Glucan (4,5 %) den Cholesterinspiegel senkt bzw. auf normalem Niveau hält. Für diesen Effekt müssen mindestens drei Gramm Beta-Glucan pro Tag aufgenommen werden. Die klassischen Haferflocken erfüllen die Bedingungen für die gesundheitsbezogene Produktaussage: Sie enthalten pro Verzehrportion mindestens ein Gramm Hafer-Beta-Glucan: 1 Haferflocken-Portion = 40 g = 1,8 g Beta-Glucan.

Wie kann Hafer bei Mahlzeiten eingesetzt werden?
Gerade zarte und kernige Haferflocken, die in jedem Supermarkt erhältlich sind, lassen sich gut in einer vielseitigen Ernährung einsetzen, bei der auf die Nährstoffbilanz geachtet wird. Rezepte zum Nachkochen finden Sie unter „Genuss / Rezepte“ auf www.alleskoerner.de.



Tipps:
Zarte Haferflocken sind die bevorzugte Zutat für Porridge, die warme Haferspeise.
Und Hafergrütze ist DER Klassiker für Grünkohlgerichte. Sie kann auch wie „Risotto“ sowie als warme Speise à la „Milchreis“ zubereitet werden.
 
Informations- und Service-Angebote für Sie
Für Ihre Arbeit im DHB bietet Ihnen „Hafer Die Alleskörner“ vielfältige Materialien zur Unterstützung an: Warenkunde zu Hafer, Rezepte, Hafer in der Kinder- und in der Sporternährung, fertige Vortragspräsentationen.
Download und Bestellformular unter www.alleskoerner.de > Service > Infomaterial.
 
Auch Ihr Engagement an Schulen unterstützen wir gern. Mit dem information.medien.agrar e.V. wurden Unterrichtsmaterialien aufgelegt: die Hafer-Poster „Was steckt in dem Getreide?“ und „Wie macht uns das Getreide fit?“ sowie Fachinformationen für Lehrkräfte. Trumpf der Poster ist die Rückseite mit Arbeitsblättern für die Schüler als Kopiervorlagen!
Bestellung der kostenfreien Poster unter www.ima-shop.de.
 
Wenn Sie in der Schulverpflegung tätig sind, empfehlen wir Ihnen die drei Hafer-Rezepte, die Profikoch Ronny Pietzner entwickelt hat. Hafer-Grünkern-Suppe mit Lolli vom Huhn, in Haferflocken paniertes Kräuterhuhn, Tomaten-Hafergrütze und Haferpfannkuchen machen Kindern Spaß und lassen Spielraum für weitere Varianten.

Richeza Reisinger, Hafer Die Alleskörner, VDGS e.V.

Ausgewählte Nährstoffe des Hafers


*Richtwerte für die empfohlene Tageszufuhr (DGE/ RDA/ GDA) für eine erwachsene Frau ausgehend von einer Tageskalorienzufuhr von 2000 kcal. Schwankungen aufgrund von Alter, Gewicht, körperlicher Aktivität und Erkrankungen sind hier nicht berücksichtigt.
**Die Senkung bzw. Stabilisierung des Cholesterinspiegels stellt sich bei täglicher Aufnahme von 3 g Hafer-Beta-Glucan ein (EU-VO 1160/2011, 432/2012).


Honig

Warum Honig so wertvoll ist
In dem aus der Natur gewonnenen Honig steckt mehr, als Sie vermuten! Er enthält viele Spurenelementen und natürliche Wirkstoffe, auf die der menschliche Stoffwechsel angewiesen ist und die Ihre körperliche Fitness fördern. 
Wer sich richtig ernähren will, kommt an gutem Honig kaum vorbei.
 
Zuckerverbindungen – die gesunden Energiespender
Honig enthält bis zu dreißig verschiedenen Zuckerverbindungen, vor allem Frucht- und Traubenzucker. Traubenzucker ist besonders wertvoll, weil er verbrauchte Energiereserven sofort wieder auffüllt. Fruchtzucker wird insulinunabhängig abgebaut. Diese Eigenschaften fördern die Widerstandskraft und machen den Honig besonders „stoffwechselfreundlich“.
 
Vitamine – kleine Helfer mit großer Wirkung
Obwohl Honig nur eine geringe Vitaminmenge enthält, sind diese Spuren doch wichtig für den Organismus. So ist zum Beispiel Vitamin B1 notwendig für den Kohlenhydratstoffwechsel, und das Vitamin C hilft, die Eisenausnutzung zu optimieren.
 
Mineralstoffe – wichtig für den Stoffwechsel
Viele Mineralstoffe, die für den Stoffwechsel unentbehrlich sind, finden sich im Honig. So steuern Kalium und Magnesium die Muskel- und Nervenfunktionen – auch im Darm. Ebenso sind die Spurenelemente Eisen und Kupfer enthalten.
 
Enzyme – antibakterielle Stoffe mit System
Das alte Hausmittel „Heiße Milch mit Honig“ hat durchaus seine Berechtigung, denn Honig hat tatsächlich eine antibakterielle Wirkung. Die sog. Enzyme wandeln den Zucker in Honig um und produzieren antibakterielle Stoffe.
 
Aminosäuren- Bausteine des Lebens
Aminosäuren, wie sie in Honig vorkommen, sind Eiweißbausteine, auf die unser Stoffwechselsystem angewiesen ist.
 
Säuren und Pollen – appetitanregend und verdauungsfördernd
Honig enthält zahlreiche organische Säuren und Pollen, die appetitanregend und verdauungsfördernd wirken und so zum körperlichen Wohlbefinden beitragen.
 
Aromastoffe – stimulierend für Immunsystem
Die ätherischen Öle wirken, ähnlich wie Menthol oder Eukalyptus, angenehm auf die Atemwege.
 
Wie kommt der Honig ins Glas?
Das deutsche Wort Honig stammt von einem alten indogermanischen Begriff ab, der ihn nach seiner Farbe als den „Goldfarbenen“ bezeichnet. Honig ist ein Naturprodukt. Er entsteht durch die unglaubliche Sammelarbeit der Honigbienen. Für ein Kilogramm Honig müssen die Bienen ca. 3 kg Nektar sammeln. Eine Honigbiene kann in ihrem Honigmagen 20 bis 40 Milligramm Nektar transportieren, was bedeutet, dass sie für 1 Gramm Nektar ca. 30 bis 50 Sammelflüge bewältigen muss. Bei einem einzigen Sammelausflug besucht sie 200 bis 300 Blüten, die sie bei ihrer Sammeltätigkeit auch noch bestäubt. Honig ist ein Genuss und vor allem auch wegen seiner Inhaltsstoffe ein ganz hervorragendes Produkt. Durch das Zusammenspiel seiner vielfältigen Inhaltsstoffe ist er für die Biene und für den Menschen gleichermaßen wertvoll. Er besteht zwar hauptsächlich aus den Zuckerarten Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker), enthält jedoch darüber hinaus auch Saccharose, Maltose, Pollen, Enzyme, Vitamine, Proteine, Mineralstoffe, Aminosäuren und antibakterielle Wirksubstanzen.

Aus Nektar wird Honig
Während ihres Flugs von Blüte zu Blüte transportiert die Biene den Nektar in ihrem Honigmagen. Eigentlich ist es kein Magen, sondern eher eine Art von „Nektartank“. Die Nektarsammlerin selbst verbraucht während ihrer Flüge nur wenig - etwa zehn Prozent - des süßen Saftes, den sie durch ihren Rüssel in die Honigblase saugt. Der Hauptteil des Nektars wird im Stock abgeliefert und dort zu Honig weiterverarbeitet. Bei jedem Blütenbesuch nimmt die Biene mit ihrem Saugrüssel den Nektar der Blüten oder den Honigtau auf und gibt aus ihren Speicheldrüsen Enzyme hinzu und speichert das Gemisch in ihrer Honigblase. Bereits während des Sammeln beginnt die Spaltung der Mehrfachzucker in die beiden Einfachzucker: Frucht- und Traubenzucker. Im Volk angekommen übergibt die Sammelbiene den Inhalt ihrer Sammelblase an die Bienen im Stock. Der zuckerhaltige Saft enthält jetzt noch zuviel Wasser um haltbar zu sein. Die Stockbienen werden ihn im Laufe der Zeit mehrfach umtragen, indem sie ihn in ihren Körper aufnehmen und wieder abgeben. Diese Prozedur beschleunigt – zusammen mit der warmen Luft im Stock (ca. 30-35°C) – die Verdunstung des Wassers im Honig. Der halbreife Honig wird dann in dünnen Schichten in die Wabenzellen eingelagert, damit weiteres Wasser aus dem Honig verdunsten kann. Die Bienen selbst schaffen durch andauerndes Fächeln mit ihren Flügeln zusätzlich Feuchtigkeit aus dem Stock. Zudem ist die Fermentierung des Honigs sehr wichtig. Die Fermentierung erreichen die Stockbienen indem sie den Nektar immer wieder aus den Wabenzellen in ihre Honigmägen saugen. Bei diesem Vorgang wird er mit Enzymen angereichert. Die Enzyme wandeln den Zucker des Nektars und des Honigtaus um. Sie bewirken eine Veränderung des Zuckerspektrums sowie die Entstehung von Stoffen, welche das Wachstum von Hefen und Bakterien hemmen. Durch das häufige Weitergeben, dem Umlagern des Honigs in verschiedene Zellen sowie durch zusätzliches Ventilieren im Bienenstock verringern die Stockbienen den Wassergehalt von anfangs über 70% im Nektar auf unter 20% im Honig. 
Während der Reifung entwickelt sich nun der Honig. Der typische Geruch, Geschmack und Aussehen des Honigs entstehen und erst wenn der Wasseranteil unter 18% liegt, wird der Honig endgültig in Zellen eingelagert. Die Zellen werden mit diesem Honig vollständig gefüllt und mit einem luftdurchlässigen aber wasserdichten Deckel aus Wachs verschlossen. 
Der Honig ist jetzt konserviert und kann rundherum von Wachs eingeschlossen nicht erneut Wasser aufnehmen. Der Honig dient dem Bienenvolk als Futter und Vorrat für den Winter. Insofern ist die Honigbereitung der Bienen ein Prozess um Nektar und Honigtau haltbar und lagerungsfähig zu machen.

Honigernte
Das Verdeckeln der Honigzellen ist ein untrügliches Zeichen für den Imker, dass der Honig reif für die Ernte ist, denn für die Bienen ist der Honig nun fertig für eine langfristige Lagerung. Der Imker entnimmt die mit Wachs verschlossenen Honigwaben. Es werden nur die mit Honig gefüllten Waben aus dem Honigraum entnommen. Der Honig im Brutraum wird den Bienen belassen. Als Wintervorrat reicht das allerdings nicht und daher werden sie im Herbst mit Zuckersirup aufgefüttert. Im Winter haben die Bienen also eine Mischung aus noch vorhandenem Honig und von den Bienen umgewandelten Zucker in den Waben. 
Mit einer speziellen Gabel oder einem Messer werden die verschlossenen Waben vom Imker entdeckelt. Der Honig wird aus den geöffneten, vollen Waben mit einer Honigschleuder abgeschleudert und durch ein Doppelsieb abgeseiht, um ihn von Wachsteilchen zu reinigen. 
Nach dem Seihen wird dem Honig Zeit gelassen zum Absetzen, denn er enthält noch Luftblasen und allerfeinste Wachsteilchen. Für mehrere Tage wird er im gut verschlossenen Gefäß gelagert. Beim Absetzen steigen die Luftblasen nach oben und nehmen noch einen Teil der Wachsteilchen sowie ausgefallene Eiweiße mit. Es bildet sich auf der Oberfläche des Honigs ein feiner Schaum, der mit Hilfe eines Teigschabers abgenommen wird. Der Honig ist anschließend transparenter geworden. Dies ändert sich später wieder mit Beginn der Kristallisation.
Honig kann flüssig oder auch fest (kristallisiert) sein. Das hängt hauptsächlich vom Fructose-Glucose-Verhältnis ab, aber auch davon, wie der Honig weiterverarbeitet und gelagert wird. Die Konsistenz reicht von dünnflüssig über cremig bis fest. Sie ist ebenso wie die Farbe und der Geschmack abhängig von den besuchten Blüten oder dem gesammelten Honigtau. 
Blütenhonige sollen eine angenehm cremige Konsistenz besitzen, aber jeder Blütenhonig wird irgendwann auskristallisieren und grobe und ungleichmäßige Kristalle hervorbringen Das erkennt man daran, dass er einen perlmuttartigen Schimmer bekommt. Ab diesem Zeitpunkt wird der Honig jeden Tag ein paar Minuten lang gerührt um einen möglichst feincremigen, gleichmäßig streichfähigen Honig zu erzielen. Durch dieses Rühren werden die sich bildenden Kristalle immer wieder zerschlagen und gleichmäßig verteilt, so dass sich kleinere und gleichmäßigere Kristalle bilden und der Honig die gewünschte feincremige Konsistenz bekommt. Der Imker trägt durch schonende und fachgerechte Behandlung dazu bei, den Honig so zu belassen, wie ihn die Bienen geschaffen haben.
So vorbereitet kann der Honig schließlich in Gläser abgefüllt, entsprechend etikettiert und verkauft werden. Bei optimalen Bedingungen kann man Honig über Jahre lagern, ohne dass er verdirbt. Da er hygroskopisch ist, sollte die Luftfeuchtigkeit bei der Honig aufbewahrt wird, unter 60 Prozent sein. Honig sollte möglichst kühl und dunkel sowie in trockener, geruchsneutraler Umgebung in verschlossenen Gefäßen gelagert werden. 
Honig zieht Gerüche an und hält sie fest. Deshalb sollte man ein Honigglas immer fest verschließen und niemals in der Nähe stark riechender Substanzen, wie Knoblauch, Käse, Wurst oder gar Haushaltsreinigern aufbewahren. Honig darf nicht über 40  C erwärmt werden, damit die Inhaltsstoffe erhalten bleiben. In der Mikrowelle sinkt der Enzymgehalt bereits nach wenigen Sekunden auf Null.

Was ist Honig?
Nach der deutschen Honigverordnung lautet die Definition für Honig:
Honig ist ein flüssiges oder kristallines Lebensmittel, das von Bienen erzeugt wird, indem sie Blütennektar, andere Sekrete von lebenden Pflanzenteilen oder auf lebenden Pflanzen befindliche Sekrete von Insekten aufnehmen, durch körpereigene Sekrete bereichern und verändern, in Waben speichern und dort reifen lassen.
Die Honigverordnung gibt klare Richtlinien vor, wie verkehrsfähiger Honig beschaffen sein muss. Honig dürfen keine Stoffe zugesetzt oder honigeigene Bestandteile entzogen werden. Soll ein Honig nach einer bestimmten Pflanzenart benannt werden, muss der überwiegende Teil des Honigs von den genannten Blüten oder Pflanzen stammen, zudem muss der Honig die entsprechenden sensorischen, physikalischen und mikroskopischen Merkmale aufweisen. Die Benennung nach bestimmten Orten oder Gebieten sind nur dann zulässig, wenn der Honig ausschließlich aus der angegebenen Gegend stammt.
Nach der Honigverordnung vom 16. Januar 2004 muss auf der Honigverpackung ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) angegeben werden. Die Festlegung des MHD liegt in der Verantwortung des Imkers oder Abfüllers. Meist wird eine Mindesthaltbarkeitsdauer von zwei Jahren ab dem Zeitpunkt des Abfüllens angegeben. Grundsätzlich ist Honig bei kühler und trockener Lagerung, zusätzlich möglichst vor Licht geschützt, auch wesentlich länger haltbar.
 
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